Die Krähe am Berg

DSC06915

Zur Krähe habe ich schon länger eine spezielle Beziehung. Sie erfordert Kraft, Balance und innere Ruhe. Die innere Ruhe auf dem Gipfel oder Grat eines Berges zu finden, ist ein herausforderndes Erlebnis.

Seit ich mir 2010 das linke Schien- und Wadenbein gebrochen habe, lernte ich Balanceübungen in den Räumen von Chris Ogris kennen und schätzen. Der Trainingseffekt überrascht und verleiht unerwartete Stabilität im Alltag und im Sport.
Ich weiß nicht mehr wie und wo ich von der Krähe gehört habe, doch die ersten Versuche waren kläglich. Mit Zeit und Geduld ging sie irgendwann leicht von/auf der Hand.

Die Krähe auf dem Gipfel oder Grat eines Berges, mit abfallenden Hängen oder gar Wänden, zu machen ist ein anderes Thema. Die Freiheit des sich eröffnenden Raumes und der Respekt vor der Höhe machen es schwer die notwendige Ruhe zu finden. Doch der Berg der fest und kalt die Hände stützt, flüstert leise aber unbeirrbar: „Ich bin da, vertrau mir.“

Es bleibt den Berg fest in den Händen zu spüren, die Knie in den Ellenbogen zu legen, die Füße vom Boden zu nehmen und die Kraft des Moments zu genießen.

Ich habe nur Felsen ausgesucht, wo die notwendige Sicherheit gegeben ist, weil zum Fliegen ist es dann nochmals ein Stück.

Ein dank den Fotografen Andreas und Michael.

Autor: Joemoe

Draussen.

Kommentar verfassen