Panüeler – Mit dem Wind im Gesicht

Am Gipfel

Er hat mich gepackt als ich im August im Nenzinger Himmel war. Im Osten wird das Tal von einem unglaublichen Brocken Berg begrenzt: Der Panüeler, mit stattlichen 2859 Meter auch der höchste Berg auf dem ich jemals war. Auf ihn hinauf führt der Spusagang der dann in den Straussteig übergeht, angeblich der älteste Klettersteig der Alpen. Vorbei an der Mannerheimer Hütte mit Blick auf die Schesaplana in den Leibersteig hinunter durch das Zalimtal nach Brand. Soweit der Plan.

Begleitet hat mich mit Martin ein Gefährte, der schon das ein oder andere Abenteuer mit mir überstanden hat. Wir fuhren mit dem ersten Wanderbus an diesem Morgen mit Lisi & Friedl in den Nenzinger Himmel und machten uns auf Richtung Panüelerkopf.

Wunderbares Wetter, warm für die Jahreszeit, aber Wind. Ordentlich Wind. Der war schon im Tal spürbar und durch extrem schnell um die Gipfel ziehenden Wolken sichtbar. Wir hatten uns einige Alternativrouten (Rätikon-Nord-Weg oder nach dem Spusagang direkt zur Oberzalimhütte) zurecht gelegt, sollte der Weg auf den Gipfel nicht möglich sein.

Wir wanderten vom Alpengasthof Gamperdona die Löchera hinein Richtung Hirschsee und stiegen in den Spusagang ein. Ein Weg der über das größte Geröllfeld – es reichte vom Bergfuß bis fast zum Kamm – das ich je gesehen hatte führte. Am Kamm folgten wir dann, dank der Ermutigung eines lokalen Bergfexes, dem Strausssteig zum Gipfel hinauf. Spektakulär, aber durchaus machbar.

Am Gipfel blies der Wind aus allen Rohren und wir nahmen die Jause zwischen zwei Felsen zu uns.

 

Wasser lassen wurde zur Herausforderung. Anschließend gingen wir dann über den nicht viel weniger beeindruckenden Leibersteig an der Oberzalimhütte vorbei auf den Zalimweg hinaus nach Brand.

Autor: Joemoe

Draussen.

Ein Gedanke zu „Panüeler – Mit dem Wind im Gesicht“

  1. Hoi Johannes,

    toller Bericht und tolle Fotos von einem Gipfel, der in meiner Sammlung noch fehlt … er kommt jetzt aber auf meine Wunschliste 😉

    Wird wohl nix mehr in diesem Jahr, aber 2015 …

    Freue mich auf Deinen nächsten Bericht aus den Bergen …

    Michael

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